Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen

Weichen für die Zukunft gestellt – Kleine Banken immer beliebter

v.l.n.r Vorstand Dieter Nehring, sein Nachfolger Jörg Wagner und Vorstand Rochus Teschner

Die Rahmenbedingungen für kleine Banken sind geprägt von den Themen Niedrigzinsen, Regulatorik und Digitalisierung. Immer wieder ist von Fusionen und Schließungen im Bereich von Banken und Sparkassen zu hören. Die Raiffeisenbank „Nahe“ eG, die vor Jahren aus den Raiffeisenbanken Fischbach und Niederbrombach entstanden ist, setzt hier mit Bestellung von Jörg Wagner als Nachfolger von Vorstand Dieter Nehring ein deutliches Zeichen für eine eigenständige Zukunft.

Selbstverständlich kann man die Veränderungen im Markt nicht ausblenden, doch geben die erreichten Ergebnisse mit einem Wachstum im Kreditgeschäft um 3,2% und einem Zuwachs im betreuten Wertpapiervolumen um 5% auf jetzt 51,2 Mio. Euro die Bestätigung, dass die Kunden das Geschäftsmodell weiterhin zu schätzen wissen. Die Raiffeisenbank „Nahe“ eG setzt hier auf eine nachhaltige, umfassende und qualitativ hochwertige Beratung. Die Vorstände Dieter Nehring und Rochus Teschner legen dabei auch Wert darauf zu betonen, dass es keinerlei Zielvorgaben für die Mitarbeiter gibt, allein das Kundeninteresse steht im Vordergrund.

Immobiliennachfrage weiterhin hoch

Bemerkenswert ist die weiterhin hohe Nachfrage nach Immobilien im Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank, insbesondere Einfamilienhäuser im Segment 150-200 TEUR sind stark gesucht, hier lässt sich mittlerweile auch eine gewisse Stabilisierung der Preise auf dem Markt feststellen, vereinzelt gibt es auch Preissteigerungen. Bedingt durch niedrige Zinsen auf den Geld- und Kapitalmärkten fällt es immer schwerer entsprechende Gegenanlagen für die Einlagen der Kunden zu finden, Ergebnisbeiträge aus diesem Geschäftsfeld lassen sich nicht generieren.

Auch unsere Kunden fordern gerade jetzt eine qualifizierte Beratung zur sicheren und rentablen Geldanlage. Der sinkende Zinsüberschuss konnte teilweise durch steigende Provisionseinnahmen ausgeglichen werden, die Kostenseite blieb stabil. Der Personalbestand von aktuell 32 Mitarbeitern blieb in 2016 konstant, auch für 2017 sind keine Veränderungen geplant. Die Mitglieder können weiterhin mit einer attraktiven Dividenden-/Bonuszahlung in Höhe von ca. 6 % rechnen. Aus dem Ergebnis ist eine weitere Stärkung des Eigenkapitals vorgesehen.

Die Eigenkapitalausstattung ist insgesamt sehr gut, die zukünftigen Anforderungen der Bankenaufsicht können gut erfüllt werden. Der genossenschaftliche Gedanke ist weiterhin ein Erfolgsmodell, im vergangenen Geschäftsjahr konnte die Zahl der Mitglieder um 49 auf 3.715 gesteigert werden. Bestätigt wird diese Entwicklung durch eine aktuelle Umfrage des Genossenschaftsverbandes, insbesondere kleinere Banken genießen demnach bei Privatkunden und in der mittelständischen Wirtschaft einen hohen Beliebtheitsgrad.

Kennzahlen im Überblick:

  2016 2015
Bilanzsumme 144,4 Mio. € 141,6 Mio. €
Kundenvolumen 286,2 Mio. € 275,5 Mio. €
Jahresüberschuss 0,3 Mio. € 0,3 Mio. €
Ertragssteuern 0,5 Mio € 0,4 Mio. €
Kernkapital 19,7 Mio. € 19,0 Mio. €
Mitglieder
3.715 3.666