Gesellenstücke

Junge Schreiner stellten Gesellenstücke in unserer Hauptstelle in Fischbach aus

Zum zweiten Mal freuten wir uns, zu unseren Portfolios auch einmal Handwerk zum Anfassen präsentieren zu dürfen. Sieben „frisch geschnitzte“ Schreinergesellen zeigten mit ihren Gesellenstücken, was sie in dreieinhalb Jahren in Betrieb und Schule gelernt haben: Nicht nur Couchtisch, Sideboard und Schreibtisch standen in unserem Foyer, sondern diesmal auch ein großer Barschrank.

Das markante Möbelstück zog zunächst alle Augen auf sich: „Meisterhaft“ beschrieb Obermeister Volker Bernhard das Gesellenstück von Leon Werner, der seinen Barschrank im väterlichen Betrieb in Baumholder angefertigt hatte. Das mit allen Finessen ausgestattete Bauwerk will er zum Wettbewerb „Gute Form“ vorschlagen. Auch unsere Vorstandsmitglieder, Jörg Wagner und Markus Hofmann, zeigten sich beim Rundgang durch die Ausstellung wieder beeindruckt von Kreativität und Können der, so Wagner, „frisch geschnitzten“ Schreinergesellen.

So kann Christoph Casper (Werner und Jörg Eisenschneider, Idar-Oberstein) zu recht stolz sein auf seinen TV-Schrank aus Nußbaum und Esche, den er zuhause an der Wand montieren kann. Die Glasböden mit LED-Profil sind ein Hightech-Hingucker. Jahn Bollmann (Schmitt GmbH & Co KG, Baumholder) wollte mit seinem Gesellenstück einen ganz praktischen Zweck erfüllen: Er konstruierte ein schickes Küchenmöbel aus Birkenholz mit MDF-Front, der hinter der schönen Fassade funktionale Mülleimer verbarg. Jacqueline Doll (Schreinerei Wildanger, Baumholder) baute sich einen Blickfang für ihr Wohnzimmer, einen niedrigen Couchtisch aus fein geölten Nussbaum.

Jonas Huber (Tischlerei Christoph Ritter, Schmißberg) präsentierte einen TV-Schrank aus Eschenholz, kombiniert mit MDF-Fronten, während Christian Klein (Tischlerei Michael Jost, Herrstein) als Gesellenstück einen Schreibtisch aus Eiche mit klassischen Verbindungen gebaut hatte. Von Justin Pasemann (Hartmut Röder GmbH & Co KG, Mörschied) war ein funktionales Hängeboard zu sehen.

„Diese Gesellenstücke sind nicht nur eine tolle Werbung für´s Tischlerhandwerk, sondern für unsere Handwerksberufe überhaupt“, freute sich Kreishandwerksmeister Peter Mumbauer über die beeindruckende Ausstellung. Von der Idee bis zum fertigen Produkt hätten die jungen TischlerInnen ihre Gesellenstücke angefertigt. „Das habt Ihr toll gemacht“, lobte er. Die Gesellenstücke dokumentierten allerdings nicht nur den persönlichen Erfolg der jungen Tischler, sondern auch den Erfolg der dualen Ausbildung. „Die Lehrzeit hört allerdings nicht mit dem Gesellenbrief auf“, mahnte Obermeister Volker Bernhard von der Schreiner-Innung Birkenfeld. Die ehemaligen Lehrlinge lernen als neue KollegInnen immer noch dazu. „Auch Meister lernen immer wieder Neues“, berichtete der Obermeister aus eigener Erfahrung.